Sonntag, 5 of September of 2010

Category » Körpersprache

Vultus loquitur, quodcumque tegis. (Deine Miene verrät alles, was du verheimlichst. Lucius Annaeus Seneca, † 65 n. Chr.)

Von Michael Fortwängler

Charles Darwin hat in seinem 1872 veröffentlichten Buch “Der Ausdruck der Gefühle bei Mensch und Tier” auf die Bedeutung der Körpersprache hingewiesen. Dieses Buch inspirierte die moderne Erforschung der Mimik und Körpersprache. Ein anderer Pionier war Albert Mehrabian (1939 geboren und heute Professor Emeritus der Psychologie), der in einer Studie, die 1971 erschien, aufgezeigt hat, dass jede direkte Kommunikation von Mensch zu Mensch drei Ebenen hat – das gesprochene Wort, den Ausdruck der Stimme und die Körpersprache. Gemäß Mehrabian ist unsere Sympathie für unseren Gesprächspartner zu 7% vom gesprochenen Inhalt, zu 38% vom Ausdruck der Stimme und zu 55% von der Körpersprache bestimmt.

Wenn wir auf den Kanälen Wort, Stimme, Körper kommunizieren, dann sind die Botschaften dieser drei Kanäle im Idealfall kongruent, das heißt, sie geben entweder die gleiche Information wieder, bzw. deuten mit ihrer Information in die gleiche Richtung der Bedeutung. Sind sie das nicht – auch das eine Erkenntnis der Forschung von Mehrabian – glauben wir eher der Körpersprache.

Inkongruenz zeigt oft Unsicherheit an oder einen grundlegenden inneren Konflikt. Je authentischer jemand ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit von Inkongruenz. Grundsätzlich verweisen Körpersignale auf die mentale und die emotionale Entsprechung einer Handlung oder Aussage: „What you think is what you get and what you feel is what you show“. Read more »


Herzlich Willkommen beim Blog von „Art of Changing“!

Von Michael Fortwängler

Im Mai 2009 beginne ich diesen Blog als Ersatz für den Newsletter, den ich in den letzten Jahren an Kunden verschickte. Ein Blog ist schneller, einfacher und zeitgemäßer und ermöglicht auch die Verwendung von Videos. Außerdem haben so alle Besucher meiner Homepage Gelegenheit, den Kontext meiner Arbeit näher kennen zu lernen.

Seit ich in den 1980iger parallel zu meinem Pädagogikstudium die erste von zwei Ausbildungen in Gestaltarbeit nach Fritz Perls absolvierte, fesselt mich das große Thema der Veränderung des Menschen und wurde auch zum zentralen Gegenstand meiner beruflichen Betätigung der letzten 24 Jahre. Dementsprechend ist der Name meiner Homepage Programm: Die Kunst der Veränderung.

Die Beiträge in diesem Blog werden sich mehr oder weniger alle darum drehen - aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, auf unterschiedliche Aspekte fokussiert, verschiedene praktische Lösungswege aufzeigend.

An den Anfang dieses Blogs stelle ich ein Video des Arztes und Komikers Dr. Eckart von Hirschhausen.

Diese Geschichte erfreut sich wegen der menschlichen Wärme, mit der sie erzählt wird, und wegen der freundlichen Grundhaltung, die sich darin ausdrückt, großer Beliebtheit. Gleichzeitig spricht Hirschhausen zentrale Punkte zum Thema Veränderung an:

1. Wir urteilen zu schnell über uns und andere.
2. Wer wir sind und was wir können, hängt auch von der Umgebung ab.
3. Menschen können sich nicht komplett und grundsätzlich ändern.
4. Am besten stärken wir unsere Stärken, anstatt gegen unsere Schwächen anzukämpfen.
5. Wenn wir uns kennen, können wir viel besser die passende Umgebung finden. Read more »