9. Februar 2016

Mitarbeitermotivation - Hintergründe und Verhaltenstipps für Führungskräfte

Die effiziente Motivation von Mitarbeitern ist speziell für Führungskräfte ein wichtiges Thema, und wird daher auch oft in unseren Coachings behandelt. Zu diesem Thema hat Michael Fortwängler auf dem Thüringer Personalkongress 2012 bereits einen ausführlichen Vortrag gehalten. Dabei hat er verschiededene wissenschaftliche Ansätze zum Thema Motivation diskutiert und verschiedene Sichtweisen auf das Thema Mitarbeitermotivation kontrastiert.

Seinem persönlichen Ansatz der intrinsischen Motivation folgend hat er weiterhin essentielle Treiber der Selbstmotivation definiert, um auf deren Basis Ratschläge für Führungskräfte geben zu können, wie erfolgreiche Mitarbeitermotivation gestaltet werden kann.

Eine Zusammenfassung dieses Vortrags ist nun als PDF erhältlich hier

7. Oktober 2015

Die Lernschritte bei der Verbesserung der Körpersprache

Albert Mehrabian, ein Pionier in der Erforschung der non-verbalen Kommunikation hat 1971 in einer Studie gezeigt, wie ausschlaggebend der non-verbale Anteil in unserer Kommunikation ist. Es gibt Situationen, in denen ein Sprecher nicht auf allen drei Kanälen, also durch Wort, Stimme und Mimik, auf die gleiche Art und Weise kommuniziert. Laut Mehrabian hängt die Sympathie, die für diesen Sprecher empfunden wird, dann hauptsächlich von der Körpersprache ab. Diese steht mit 55% Prozent weit vor dem Ausdruck der Stimme (38%) und dem tatsächlich gesprochenen Inhalt (7%).

Solche Situationen, in denen die Übereinstimmung auf diesen Kanälen fehlt, oder es sogar zu Widersprüchen kommt, verweisen oft auf Unsicherheit oder einen grundlegenden inneren Konflikt. Schließlich haben alle non-verbalen Signale eine mentale und emotionale Entsprechung: „What you think is what you get – and what you feel is what you show.“

Körpersprache kann kaum unabhängig manipuliert werden, denn eine Änderung körpersprachlicher Signale beginnt durch eine Änderung auf der mentalen Seite. Um in der Lage zu sein, den Zusammenhang zwischen der mentalen Ebene und dem körperlichen Ausdruck nachzuvollziehen, ist vor allem ein gewisses Maß an Selbstwahrnehmung notwendig. Daher gilt auch: man kann nur tun, was man will, wenn man weiß, was man tut.

Eine Veränderung des non-verbalen Ausdrucks auf der Basis von Selbstwahrnehmung verläuft in den folgenden grundlegenden Schritten:

Im Grundzustand unterliegt unsere Körpersprache einer gewohnheitsmäßigen unbewussten Steuerung, wir kennen sie also nicht und nehmen sie auch nicht bewusst wahr. Der Startpunkt ist also eine unbewusste körpersprachliche Inkompetenz.

Der erste Schritt ist das Einholen von Feedback und eine gründliche Selbstbeobachtung. Dadurch lernen wir unsere eigene Körpersprache kennen, werden aber auch auf diese Inkompetenz aufmerksam: Es entsteht eine Notwendigkeit zur Veränderung, die unbewusste körpersprachliche Inkompetenz wird zu einer bewussten Inkompetenz.

Der zweite Schritt besteht nun aus einem körpersprachlichen Training. Unter Anleitung verstärkt sich dabei unser Bewusstsein für die Körpersprache. Gleichzeitig erlernen wir dabei neue positive Verhaltensweisen, welche allerdings anfangs noch aktiv gesteuert werden müssen.

So kann sich die vorherige Inkompetenz also in eine bewusste körpersprachliche Kompetenz umwandeln lassen, die wir im Alltag bewusst weiter anwenden. Durch ein derartiges Lenken unseres Verhaltens gehen die im Training erlernten Techniken in unser gewohnheitsmäßiges Verhalten über.

Im letzten Schritt wird also die bewusste körpersprachliche Kompetenz durch ständige Wiederholung und bewusste Anwendung zu einer intuitiven Kompetenz für unsere Körpersprache. Diese muss nicht mehr aktiv gesteuert werden, sondern ist ein authentischer und positiver Ausdruck unserer Person auf non-verbaler Ebene.

Die Lernkurve von der unbewusst negativen zur intuitiv positiven Körpersprache verläuft also kurz gesagt so: „Fake it until you make it until you’ll be it!“

Dieses Thema wird vertieft behandelt im Whitepaper Kommunikation: Erfolgsfaktor Körpersprache, erhältlich hier